Wer war Monika Vogts eigentlich, und warum wird ihr Name bis heute mit einem der bekanntesten Momente der deutschen Fußballgeschichte verbunden? Die ehemalige Ehefrau von Berti Vogts stand selbst nie im Mittelpunkt des deutschen Fußballs. Trotzdem taucht ihr Name immer wieder auf, wenn über die Europameisterschaft 1996 und Oliver Bierhoffs entscheidenden Auftritt gesprochen wird.
Monika Vogts lebte über viele Jahre an der Seite des ehemaligen Bundestrainers und Weltmeisters Berti Vogts. Dabei bekam sie hautnah mit, wie stark der Fußball den Alltag der Familie bestimmte.
Monika Vogts und Berti Vogts
Berti Vogts gehörte über Jahrzehnte zu den prägenden Figuren des deutschen Fußballs. Als Spieler wurde er 1972 Europameister und 1974 Weltmeister. Später übernahm er die deutsche Nationalmannschaft als Bundestrainer und führte das Team 1996 zum Europameistertitel.
Monika Vogts war während dieser Zeit seine Ehefrau und wurde dadurch auch Teil des öffentlichen Interesses. Besonders deutlich wurde das während der erfolgreichen Jahre als Bundestrainer.
Ein Bericht der B.Z. aus dem Jahr 2000 zeigt, dass sie mit dem Alltag eines viel beschäftigten Trainers vertraut war. Damals sprach sie über die neue Aufgabe ihres Mannes bei Bayer Leverkusen und erklärte, dass lange Phasen mit einem beruflich stark eingespannten Ehemann für sie nichts Neues seien.
Ein Leben rund um den Fußball
Der Beruf von Berti Vogts brachte viele Reisen, Trainingslager und internationale Termine mit sich. Monika Vogts kannte diesen Lebensstil bereits seit Jahren.
Gerade deshalb war ihre Rolle in der Familie weniger öffentlich als die ihres Mannes. Medienberichte beschäftigten sich vor allem mit Berti Vogts als Trainer, während Monika Vogts meist als Ehefrau des Bundestrainers erwähnt wurde.
Das änderte sich vor allem im Zusammenhang mit der EM 1996.
Monika Vogts und Oliver Bierhoff bei der EM 1996
Eine Geschichte verbindet den Namen Monika Vogts besonders eng mit der Europameisterschaft 1996. Damals soll sie ihren Mann dazu ermutigt haben, Oliver Bierhoff für das Turnier zu berücksichtigen.
Bierhoff spielte zu dieser Zeit bei Udinese Calcio in Italien und war in Deutschland noch nicht der große Star, der er später werden sollte. Berti Vogts soll bei der Entscheidung gezögert haben. Monika Vogts sprach sich laut mehreren späteren Berichten für Bierhoff aus.
Die Geschichte ist deshalb so bemerkenswert, weil Bierhoff im Finale gegen Tschechien tatsächlich zum entscheidenden Spieler wurde.
Deutschland lag zunächst mit 0:1 zurück. Vogts brachte Bierhoff als Einwechselspieler. Nur wenige Minuten später erzielte der Stürmer den Ausgleich. In der Verlängerung folgte das entscheidende Golden Goal zum 2:1. Damit gewann Deutschland den Europameistertitel.
Warum die Bierhoff Geschichte bis heute erzählt wird
Ob Monika Vogts tatsächlich allein für die Nominierung verantwortlich war, lässt sich nicht eindeutig belegen. Auch zeitgenössische und spätere Medienberichte stellen die Geschichte teilweise als Legende oder Überlieferung dar.
Fest steht jedoch, dass ihr Name in mehreren Berichten ausdrücklich mit Bierhoffs Nominierung verbunden wird. Der kicker bezeichnete die Geschichte als eine Erzählung, die sowohl als Legende als auch mit Bezug auf Monika Vogts selbst weitergegeben wurde.
Damit wurde aus einer privaten Einschätzung eine kleine Fußballgeschichte. Bierhoff wurde vom Außenseiter zum Helden des EM Finales. Sein Golden Goal machte ihn international bekannt und gehört bis heute zu den berühmtesten Momenten der deutschen Nationalmannschaft.
Trennung nach 24 Jahren Ehe
Die Geschichte der Familie Vogts verlief allerdings nicht dauerhaft harmonisch. Im Juli 2003 wurde öffentlich, dass sich Berti und Monika Vogts nach 24 Jahren Ehe zunächst einvernehmlich getrennt hatten. Berti Vogts erklärte damals, dass beide sich weiterhin gemeinsam um ihren Sohn Justin kümmern wollten.
Zwei Jahre später wurde die Scheidung öffentlich bestätigt. Die B.Z. berichtete im Juli 2005, dass Berti Vogts und Monika Vogts nach insgesamt 26 Jahren Ehe geschieden waren.
Was heute über Monika Vogts bekannt ist
Monika Vogts hält sich weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Anders als ihr früherer Ehemann steht sie nicht regelmäßig wegen einer beruflichen Tätigkeit oder öffentlicher Auftritte in den Schlagzeilen.
Deshalb sollte man bei Angaben über ihr heutiges Leben vorsichtig sein. Verlässliche aktuelle Informationen über ihren Alltag, ihren Beruf oder ihren privaten Wohnort sind öffentlich nur sehr begrenzt vorhanden.
Bekannt bleibt vor allem ihre Verbindung zur Karriere von Berti Vogts und die besondere Geschichte rund um Oliver Bierhoff bei der EM 1996.
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Fazit
Monika Vogts war nie selbst eine Fußballgröße, wurde aber durch ihre Ehe mit Berti Vogts Teil einer außergewöhnlichen deutschen Fußballgeschichte. Besonders ihre angebliche Empfehlung für Oliver Bierhoff vor der EM 1996 wird bis heute immer wieder aufgegriffen. Bierhoffs zwei Tore im Finale, darunter das Golden Goal, machten aus dieser Episode einen festen Bestandteil der Fußballerinnerung.
Wer nach Monika Vogts sucht, findet deshalb weniger eine klassische Prominentenbiografie als die Geschichte einer Frau, deren Name eng mit einer der spannendsten Entscheidungen der deutschen EM Geschichte verbunden ist.
Monika Vogts bleibt damit vor allem wegen ihrer Verbindung zu Berti Vogts und dem legendären EM Finale von 1996 in Erinnerung.
